Klimafrage

Die Fragen der zukünftigen Energieerzeugung und des Klimawandels werden in Deutschland seit geraumer Zeit überwiegend als Glaubensfrage behandelt.

Dem gegenüber steht, dass sich kaum ein Thema weniger für eine emotionale Debatte eignet. Energie und Klimapolitik ist Zukunftspolitik, die mindestens in Dekaden gedacht werden  muss. An der Beantwortung der Energieerzeugungsfrage hängen Wohlstand, Renten, Arbeitsplätze – das ganze soziale Gefüge unserer Republik steht und fällt mit einer zielführenden und tragfähigen Antwort auf diese Themen.

Grundlegend geht die AfD mit einem ganz anderen Ansatz an die Energiefrage heran. Für uns stehen Machbarkeit, Zuverlässigkeit, Bezahlbarkeit und Praxistauglichkeit  im Focus.

 

 

Unsere Kernfragen und Problemstellungen lauten folglich:

  • Wie gelingt es uns, den heutigen Energiebedarf durch eine Kohlenstoffarme bzw. Kohlenstofffreie Energieerzeugung zu ersetzen?
  • Welche kohlenstofffreien Energieerzeugungsformen sind nachweislich geeignet,
        • den Strombedarf von 650 Milliarden kWh/a zu decken?
        • die Grundlast zuverlässig und vor allem bezahlbar abzudecken?
        • den Primärenergieverbrauch in Höhe von 3,7 Billionen kWh/a zu befriedigen?
        • Welche Energieeinspartechniken machen ganzheitlich betrachtet Sinn? 

Völlig unabhängig von der CO² Frage betrachten wir eine Ablösung der Verbrennung von über Ressourcenabbau gewonnenen Kohlenwasserstoffen als erstrebenswert. Erdöl/Kohle sind wertvolle Rohstoffe und für die Erzeugung von z.B. Dünger, Kunststoffen oder Arzneimitteln von großer Wichtigkeit.

Unstrittig und entgegen der veröffentlichten Meinung beobachten auch wir den Anstieg der Durchschnittstemperaturen. Unterschiedlich beurteilen wir jedoch die möglichen Ursachen des gemessenen Temperaturanstiegs. Folgende Argumente stehen für uns hier immer noch zur Diskussio

  • Klimawandel gab und gibt es seit Anbeginn, mit und ohne menschliche Besiedlung unserer Erde. Der Meeresspiegel stieg und fiel um Lauf der Jahrtausende um hunderte Meter – ohne dass der Mensch dies irgendwie beeinflussen oder gar verursachen konnte.
  • Verantwortlich für diese in ihre Auswirkung beträchtlichen Zyklen sind u.a. der gerade erst entdeckte Livingston-Zyklus sowie der schon länger bekannte Milanković-Zyklus. Alleine schon diese Zyklen erklären die Erwärmung im letzten Jahrhundert sehr logisch mit der Präzession der Erdachse.
  • Die Eiskernbohrungen u.a. in Grönland weisen nach, dass der Mensch für extremen Schwankungen und Auswirkungen über die Jahrtausende hin definitiv nicht als Verantwortlicher zu betrachten ist.
  • Wir sind uns auch sicher, (noch) nicht alle Ursachen für diese erheblichen Schwankungen zu kennen. In den Aufzeichnungsdaten sind Zyklen (z.B. die atlantisch-pazifische Oszillation) erkennbar, deren Ursachen zum großen Teil noch nicht erforscht sind.
  • Der Einfluss der verschiedenen Sonnenzyklen auf unser Klima ist immer noch nicht vollständig klar.
  • Die aktuell festzustellende Abschwächung des Erdmagnetfeldes und auf die bereits überfällige Umpolung des Erdmagnetfelds als eine mögliche Einflussgröße wurde noch gar nicht untersucht.
  • Erdhistorisch betrachtet befinden wir uns immer noch im Zeitrahmen der abklingenden letzten Eiszeit.

Uns stellt sich folglich die berechtigte Frage, warum der gemessene Anstieg des CO² Gehalts der Luft von 0,03% (Stand 1850) auf jetzt 0,038% (Stand 2019) den propagierten Einfluss haben sollte. Ja, es ist nicht einmal die Frage geklärt, ob der kleine  CO² Anstieg eine Ursache oder eine Folge der stattfindenden Erwärmung ist.

Insofern kann sich für uns die Frage nach einer Lösung mangels einer fundierten Ursache aktuell nicht stellen.

Wir betrachten es volkswirtschaftlich als grob fahrlässig, angesichts unserer Wissensdefizite irgendwelche hektischen und teuren Aktionen zu starten.

Exemplarisch für den angeführten Aktionismus ist der aktuelle Hype um die E-Mobilität. Diese Blase ist sehr schnell enttarnt, wenn man einfach nur die globalen Ressourcen von Lithium zur Kenntnis nimmt. Kurz zusammengefasst: Entweder speichern wir Strom zur möglichen Einspeisung in das Stromnetz in Großakkumulatoren (Stichwort: Dunkelflaute) oder wir betreiben E-Mobilität. Beide Vorhaben zusammen sind mangels ausreichender Lithium Ressourcen (laut Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe – BGR weltweit nur 14,5 Mio.t Li-Inh. verfügbar) nach heutigem Stand der Technik nicht darstellbar. Trotzdem tun wir so, als ob alles kein größeres Problem darstellen würde.

Der Schutz unserer Umwelt ist auch der AfD wichtig. Fern von Aktionismus befürworten wir alles, was als nachhaltig und sinnvoll erwiesen ist.  Das Thema der Begrenztheit der natürlichen Ressourcen sowie des echten Recyclings (damit meinen wir nicht den sinnfreien gelben Sack, dessen Inhalt entweder „thermisch recycelt“ oder nach Afrika/Asien verschifft wird) von Gebrauchsgegenständen und Abfall steht für uns auf der kommenden Agenda. Dies sind tatsächlich relevante Fragen, mit deren Lösung wir uns als Gesellschaft grundlegend beschäftigen müssen.

Eine kommunale Aktion für das Klima ist für globale Angelegenheiten mangels Relevanz der falsche Ansatz für diese Thematik, denn selbst ein deutschlandweiter völliger Verzicht auf CO² Emissionen würde den CO² Anteil in der Luft nur um 0,0005% verringern, eine Umrechnung auf den Landkreis ersparen wir uns an dieser Stelle. Relevante und im Ansatz wirksame Gesetzgebungskompetenzen sind frühestens ab der Länderebene zu erwarten.  

Die AfD als Bundespartei hat ein klares Energiekonzept erarbeitet, das einerseits mit einigen der bundesdeutschen Tabus bricht, anderseits auch Wind- und Solarkraft an einer anderen als der heutigen Stelle zwingend mit einbezieht. Eine Darlegung dieses Konzepts würde den hier gegebenen Rahmen aber bei weitem sprengen.

Wir sind auch als Kreistagsfraktion gerne bereit, im Rahmen eines anderen Formats diese Position sowie die hier angerissenen Fakten darzustellen und gerne zu diskutieren.

Sprechen Sie uns an.