Bericht aus dem Jugendausschuss

Eine Glosse?

Thema in der Sitzung des Kreisjugendausschusses am 6.Februar 2019 waren die in neudeutsch bezeichneten „time-out-Klassen“ (vermtl. Auszeitklassen?).

Ein Programmpunkt der Ausschussitzung: Schüler (nun politisch korrekt „Lernende“ genannt), die trotz Inklusionsbemühungen an Regelschulen nicht mehr beschulbar sind.

Diese „Nicht-lernen-können/wollenden“  sollen jetzt in sogenannten „time-out-Klassen“ an eine Sonderschule Förderschule überführt werden (die es nach den niedersächsischen „Inklusionsphilosophierenden“ eigentlich nicht mehr geben dürfte – wegen menschenverachtend und so…).

So wird den betroffenen Kinderinnen und Kindern (mglw. Kindernde ) an den Regelschule eine Atempause vom für alle belastenden Schulalltag ermöglicht. Skepsis herrschte auf Seiten der Grünenden und der FDP*innen, da nach Ansicht der Ausschussvertretenden dieser Parteiinnen/Parteien diese Maßnahme der Inklusion völlig zuwider liefe.

Die AfD ist leider der gleichen Meinung wie die Beantragenden, sieht das durchaus positiv und hat deswegen schon im letzten Jahr aus vernünftigeren Gründen der Einrichtung der „time-out-Klassen“ zugestimmt.

Unser Dank für diesen mutigen Schritt (weg vom Inklusionswahn) gebührt der Kreisverwaltung  – auch wenn die Notwendigkeit dieses Schritts durch praktische Erkenntnis motiviert sein dürfte.

Zur politischen Einordnung der AfD-Position:

Die AfD steht für den Erhalt der Sonderschulen in Ergänzung zum lange bewährten dreigliedrigen Schulsystem – dem Schulsystem, aus dem viele deutsche Nobelpreisträger hervorgingen.

Wir wollen, dass jede Begabungsgruppe die von ihr benötigte Unterstützung bekommt. So ist es völlig logisch, dass ein Sonderschüler einer völlig anderen Förderungsmethode bedarf als ein Gymnasiast. Eine Beschulung der verschiedensten Begabungen nach einheitlicher Methode wird letztendlich keiner Gruppe gerecht – sie hinterlässt nur Bildungsverlierer. Ein ressourcenarmes Land wie Deutschland braucht aber alle unterschiedlichen Begabungen für die unterschiedlichen Anforderungen – Deutschland braucht keinen Einheitsmenschen. Der Traum des Einheitsmenschen (rechts, links oder neuerdings religiös) hat Deutschland schon öfters an den Rand des Abgrunds geführt – zuletzt die DDR.

Zurück zur Glosse/Jugendausschuss:

Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz am Ort Schule: Laut Präsentation ist ein Schwerpunktthema dieser Maßnahmen „Radikalisierung & Extremismus“. Im Laufe der Debatte wurden (völlig berechtigt) Rechtsextremismus und immerhin noch der  religiöse Extremismus angeführt. Nachdem ein Kreistagsabgeordneter der CDU(!) sich darin verstieg, den Salafismus als etwas positives zu bezeichnen, erwarten wir jetzt täglich neu auszuhandelnde Gespräche in Augenhöhe mit der örtlichen DITIP.

Des weiteren ist zu erwarten, dass im Sinne der Extremismusprävention Einrichtungen wie die Heideruh damit beauftragt werden, die Broschüre „Ene mene muh“ an den Schulen zu verteilen. Das AfD-Bashing ist damit garantiert. (https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/…/kita_internet_2018…)

PS: Linksextremismus gibt es nicht – hat es nie gegeben!